deine.selbstheilung.wien
Bioenergetische Balance im Sein Trau dich du selbst zu sein!
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Heute ganz nah kommend- als Erinnerung wo bleibt mein Futter 😁
19/05/2026
Lass dich von deinen Herzen führen 🙏🍀👣😀😊💜
16/05/2026
🩵😘😁♥️🙏🍀💚🔆😊
Über die Gier
In den stillen Stunden der Nacht, wenn die Nacht zur Ruhe kommt und die Sterne über meinen Bergen leuchten, denke ich oft an Juan Epipayu — an die sechzehn Jahre, in denen ich bei ihm lernte. Die Begegnungen mit ihm haben mir kostbare Einsichten geschenkt in uraltes Wissen und tiefe heilende Felder und Räume. Er schwieg meistens — und in diesem Schweigen lag wohl das wichtigste Teaching. Doch immer wieder sprachen wir natürlich auch miteinander ;-)
Ich erinnere mich, wie er immer wieder die Gier erwähnte. Für ihn war die menschliche Gier ein mächtiges und verführerisches Verlangen, welches uns am leichtesten von unserem spirituellen Weg der Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit abbringen kann.
Er nannte die Gier eine List unserer Welt. Gemeint sind damit all die Illusionen und Täuschungen, die die materielle Welt auf uns projiziert — um uns von unserem wahren spirituellen Weg abzulenken. Sie fesselt uns an das Materielle und lässt uns glauben, dass Glück und Erfüllung im Besitz liegen. Oder in der Reichweite und der Anerkennung.
Als Medizinfrau/Mann ist es wichtig deine Wünsche zügeln zu lernen, so sagen die alten Weisen. Denn Gier vernebelt unseren Geist und hindert uns daran, die heiligen Stimmen der Weisheit zu hören, die in den Winden und Flüssen flüstern.
Was dabei zuerst verloren geht, ist die Absicht.
Im traditionellen Schamanismus ist die „Absicht“ ein wichtiger Pfeiler unseres Handelns und Tun. Die reine und gesunde Absicht webt ein Mensch, der in sich klar ist und dessen Willen ungetrübt und sicher ist, so gut wie möglich frei (einfach darin üben) vom Schatten der Gier. Durch eine solche Absicht können wir die Kräfte des Universums optimal nutzen. Doch Gier, die Suche nach Bestätigung und Anerkennung verzerrt diese Absichten, sie lenkt dich von deinem heiligen Pfad ab und verführt dich mit Versprechen, die dir nicht gut tun.
Ich habe für dich zusammengetragen, was mir Juan damals weitergegeben hat — falls du dem Thema aufrichtig nachfühlen möchtest.
1. Die erste Falle ist die Überzeugung, dass Glück und Erfüllung im Besitz liegt. Diese Überzeugung sitzt tief, weil sie sich so vernünftig anfühlt. Eine tägliche Dankbarkeitspraxis für all das was eh schon in deinem Leben ist - beginnt dies zu lockern.
2. Juan sprach oft davon, wie leicht wir uns ablenken lassen — von kurzfristigen Befriedigung,die sich schnell auflöst und von Zielen, die uns von unserem eigentlichen Weg wegziehen, ohne dass wir es merken. Wer sich selbst ehrlich anschaut, findet wieder zurück zu dem, was wesentlich ist.
3. Dann gibt es die Täuschung durch das Sichtbare. Wir urteilen nach dem, was wir sehen — und übersehen dabei, was wirklich da ist. Juan hat mich immer wieder darin geübt, hinter die Oberfläche zu schauen. Das braucht Geduld und es braucht Mut.
4. Das Streben nach Anerkennung und Status — das ist eine der heimlichsten Fallen. Denn sie trägt, manchmal das Gesicht von Hingabe. Demut und ehrlicher Dienst an Mutter Erde und dem spirituellen Feld bringen uns aus ihr heraus. Aber zuerst muss man sich selbst erkennen.
Was wir festhalten wollen, geht trotzdem. Das Materielle begleitet uns eine Weile — mehr nicht. Wer das wirklich versteht, kümmert sich mehr um seine innere Entwicklung und seine Verbindung zur geistigen Welt — als um das, was er besitzt oder nach außen darstellt.
5. Das Gefühl, niemals genug zu haben, frisst den inneren Frieden langsam auf. Dankbarkeit und Gebet schaffen wieder Boden – das wussten die Weisen aller Traditionen.
6. Wer aus egoistischen Motiven handelt, verliert sich selbst — unbemerkt, im Alltag. Juan hat mich gelehrt die eigenen Motive immer wieder ehrlich anzuschauen. Aufrichtigkeit ist keine Eigenschaft, die man einmal erwirbt — sie will täglich geübt werden.
7. Wer immer auf der Suche ist — nach Bestätigung, nach Anerkennung, nach dem nächsten Erlebnis, nach dem Menschen der einem sagt dass man gut ist — der verliert irgendwann den Kontakt zu sich selbst. Solange man beschäftigt ist, merkt man es nicht. Aber in der Stille kommt es ans Licht: dass man viel tut und wenig ist.
Ich teile das mit euch, weil ich in vierzig Jahren auf dem Medizinweg so vieles gesehen habe — Menschen die aufrichtig gesucht haben und trotzdem in diese Fallen getappt sind. Ich selbst eingeschlossen in meinen jungen Jahren. Juan hat mich früh darauf hingewiesen, und das Leben hat den Rest gelehrt. Diese Teachings sind kein Wissen das man einmal hört und dann abhaken kann.
Die Gier begleitet den Menschen— sie zeigt sich immer wieder in neuen Verkleidungen die wir erst mit der Zeit erkennen lernen.
Ich schreibe das hier, weil eure Erfahrungen mich interessieren und weil ich glaube dass wir uns gegenseitig auf diesem Weg stärken können.
Schreibt mir doch gerne was davon euch berührt, was ihr aus eurem eigenen Leben kennt — ich freue mich auf jeden Kommentar und lese ihn mit Herzen.
In Verbundenheit
Deine Sonia Emilia Rainbow
Foto ist in Vorarlberg. Ich liebe diese Bergwelten, Grün, Wasser - so ein schönes Land.
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