Lothar Linzen

Lothar Linzen

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SEINSRAUM
Achtsamkeitspraxis,
psychologische Beratung
körperorientierte Verfahre

15/11/2024

Transformation der Gesellschaft
Inspirationen aus einem Symposium

Vom 08.11.24 bis zum 10.11.24 fand am Benediktushof in Holzkirchen das Symposium der Stiftung West-Östliche Weisheit Willigis Jäger statt. Unter dem Titel "Die Welt in Turbulenzen - Spiritualität als Lösung?" boten die Vorträge, Begegnungen und die Atmosphäre reichlich Stoff zum Nachdenken. Inspiriert von diesen Tagen möchte ich hier meine Gedanken zur notwendigen Transformation unserer globalen Gesellschaft teilen.
Meine Rolle im großen Ganzen
Oft frage ich mich, welchen Einfluss ich als Einzelner überhaupt auf gesellschaftliche Prozesse habe. Bin ich nur ein kleines Zahnrad in einer riesigen Maschine, oder kann ich tatsächlich etwas bewegen? Gerade in Zeiten großer Umbrüche und Herausforderungen stellt sich diese Frage mit besonderer Dringlichkeit.
Ich glaube, dass jeder von uns eine wichtige Rolle spielt. Wir alle sind Teil eines großen Ganzen, verbunden durch unsichtbare Fäden. Wie in einem Orchester, in dem jeder Musiker seinen Beitrag zum Gesamtklang leistet, so tragen auch wir mit unseren individuellen "Melodien" zur Harmonie der Welt bei.
Was würde die Liebe tun?
Diese Frage begleitet mich immer wieder. Sie ist mein Kompass, mein innerer Wegweiser. Wenn ich nicht weiter weiß, frage ich mich: Was würde die Liebe jetzt tun? Wie kann ich in dieser Situation zum Wohle aller handeln?
Dabei geht es nicht darum, naive Lösungen zu finden oder die Augen vor der Realität zu verschließen. Es geht darum, mit offenem Herzen und klarem Verstand zu handeln, im Kleinen wie im Großen.
Die Weisheit des Nicht-Wissens
Gerade in meiner Arbeit mit Klient*innen, die sich in schwierigen, manchmal dramatischen Situationen befinden, stoße ich immer wieder an die Grenzen meines Wissens. Ich weiß oft nicht, was am Ende gut oder schlecht ist, welcher Weg der richtige ist. Noch viel mehr gilt das für die globalen Krisen, die uns umgeben: Klimaerwärmung, Artensterben, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die Polarisierung zwischen Populismus und liberalem Denken. Wie werden diese Krisen, diese Katastrophen, ausgehen? Wir wissen es nicht.
Die Zen-Richtung "Zen Peacemakers" hat mir geholfen, mit diesem Nicht-Wissen umzugehen. Sie lehrt einen Dreischritt:
1. Nicht-Wissen aushalten: Akzeptieren, dass ich nicht alles wissen kann, und den Mut haben, dieses Nicht-Wissen auszuhalten, ohne in Aktionismus zu verfallen.
2. Zeuge sein: Mich der Situation stellen, mit offenem Herzen und ohne die Augen zu verschließen. Die Stimme derer sein, die nicht mehr sprechen können.
3. Aus dem Nicht-Wissen heraus handeln: Im Vertrauen darauf, dass auch im Nicht-Wissen eine Weisheit liegt, handeln. Manchmal bedeutet das, aktiv zu werden, manchmal auch, einfach da zu sein und zuzuhören.
"Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen", sagte Luther. Wer weiß das schon? Vielleicht ist gerade dieses "Nicht-Wissen" die Grundlage für Hoffnung und Handeln. Es erlaubt uns, auch in scheinbar aussichtslosen Situationen nicht zu verzweifeln, sondern weiter zu machen, weiter zu hoffen, weiter zu pflanzen.
Jenseits der Hoffnung: Verbundenheit im Jetzt
Auf dem Symposium wurde ein Gedanke laut, der mich besonders beschäftigt hat: Hoffnung, so wie wir sie oft verstehen, passt nicht mehr in unsere Zeit. Hoffnung richtet den Blick in die Zukunft, auf eine bessere Zeit, die irgendwann kommen soll. Doch die Herausforderungen der Gegenwart erfordern Handeln im Hier und Jetzt.
Statt auf eine ferne Zukunft zu hoffen, sollten wir uns auf die Verbundenheit im Jetzt konzentrieren. In der Gemeinschaft mit anderen Menschen finden wir Kraft, Trost und Ermutigung, selbst inmitten von Krisen und Katastrophen.
Ich erinnere mich an die Dialoge zwischen Sam und Frodo in "Herr der Ringe". Gefangen in der Hoffnungslosigkeit Mordors, finden sie Halt in ihrer Verbundenheit. Sie konzentrieren sich auf den nächsten Schritt, immer wieder, und tragen sich gegenseitig.
Genau diese Verbundenheit, diese gemeinsame Kraftanstrengung, brauchen wir auch in unserer Gesellschaft. Wir müssen uns gegenseitig stützen, ermutigen und inspirieren.
Verbundenheit leben
Hier sind ein paar konkrete Möglichkeiten, wie wir die Verbundenheit im Jetzt leben können:
• Authentische Begegnungen: Räume für echte Begegnungen schaffen, in denen Menschen sich ohne Masken und Rollen begegnen können. Herzenskreise, wie ich sie mir vorstelle, könnten ein solcher Raum sein.
• Aktives Zuhören: Sich dir Zeit zum Zuhören nehmen, ohne zu bewerten oder zu unterbrechen. Seinem Gegenüber echtes Verständnis zeigen,
• Gemeinsames Handeln: Sich in Projekten und Initiativen engagieren, die mir am Herzen liegen. Gemeinsam mit anderen Menschen aktiv zu werden, stärkt die Verbundenheit und erzeugt positive Energie.
• Mitgefühl zeigen: Mitgefühl und Empathie kultivieren und die Perspektive anderer Menschen einzunehmen und ihre Gefühle zu verstehen.
Indem wir die Verbundenheit im Jetzt stärken, schaffen wir ein kraftvolles Fundament für die Transformation unserer Gesellschaft. Wir erkennen, dass wir nicht allein sind, und finden Trost und Ermutigung in der Gemeinschaft.
Lass uns gemeinsam den nächsten Schritt gehen, und dann den nächsten, und immer wieder den nächsten. In Verbundenheit und mit dem Mut, das Nicht-Wissen auszuhalten.

Dankbarkeit - mehr als nur ein "Danke schön"
Dankbarkeit – oft reduziert auf ein flüchtiges "Danke schön" – birgt ungeahnte Tiefen. In meiner Achtsamkeitsausbildung habe ich mich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und dabei erstaunliche Erkenntnisse gewonnen.

26/12/2023

Liebe Community,

Das letzte Jahr war für mich eine Zeit voller spannender Erfahrungen und intensive Weiterentwicklung. Besonders die Ausbildungszeit am deutschen Fachinstitut für Achtsamkeit und der zennwöchige Achtsamkeitskurs, der am 2. Dezember zu Ende ging, haben meine Sichtweise auf Achtsamkeit und Selbstmitgefühl nachhaltig verändert.

Die Begegnungen mit den Teilnehmern waren für mich sehr bereichernd, auch wenn es hin und wieder schwierige Momente gab. Doch insgesamt habe ich unglaublich viel gelernt, indem ich anderen vermitteln konnte, was Achtsamkeit für mich bedeutet: Ein Geschenk, das wir uns selbst und anderen machen können, um in Einklang mit uns selbst zu kommen und die Welt ein bisschen glücklicher zu machen.

Achtsamkeit und Selbstmitgefühl sind meiner Meinung nach Schlüssel zu einem erfüllteren Leben, und ich freue mich darauf, weiterhin Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und zu unterstützen. Ich bin dankbar für all die wertvollen Erfahrungen und die Freude, die mir diese Zeit geschenkt hat.

Lasst uns gemeinsam unsere Achtsamkeitspraxis vertiefen und die Welt ein bisschen liebevoller gestalten!

Eurer Lothar

26/08/2023

Stressbewältigung und Gesundheitspflege durch Achtsamkeit

Ein 10-wöchiger Achtsamkeitskurs für Menschen die ihre eigenen Quellen für mehr Lebensfreude erschließen wollen

„Das Leben mit den Augen der Achtsamkeit zu sehen, öffnet uns neue Perspektiven. Besonders in Zeiten von Krisen und Krankheit neigen wir dazu, nur noch das Schwierige und Schmerzhafte zu sehen. Dieser enge Fokus versperrt uns die Sicht auf all das Gute, Schöne und Regenerierende, das gleichzeitig auch vorhanden ist. Achtsamkeit weitet deinen Blick und erschließt dir neue Möglichkeiten, auf eine förderliche Weise mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen.“
(Doris Kirch, Deutsches Fachzentrum für Achtsamkeit)

Für wen ist der Kurs?
Dieser Kurs ist für Dich,
Wenn du hohem Stressbelastungen in Beruf, Familie und gesellschaftlichem Engagement ausgesetzt bist,
unter chronischen Erkrankungen und Schmerzen leidest,
deine Kreativität und deine kommunikativen Fähigkeiten entfalten möchtest
Und den Wunsch hast, deinem Leben durch Achtsamkeit und Selbstmitgefühl mehr Sinn und Freude zu geben.

Kursinhalte
Die in diesem Kurs vermittelten Methoden basierten auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und langjährigen praktischen Erfahrungen vieler Achtsamkeitspraktizierender.
Der Medizinprofessor Jon Kabat-Zinn ist mit seinen wissenschaftlichen Studien und dem darauf basierenden MBSR-Programm einer der bekanntesten Vertreter und Begründer der modernen, weltanschaulich neutralen Achtsamkeitspraxis. Dieser Kurs beinhaltet auch Elemente aus anderen Achtsamkeitsbasierten Programmen, wie z.B. Selbstmitgefühl und traumasensitiver Achtsamkeit.
Kurselemente
10 Kursabende a 2,5 Stunden
Geleitete Achtsamkeitsmeditationen im Liegen, Sitzen, Gehen und in Bewegung
Integration der Achtsamkeitspraxis in das tägliche Leben durch Meditations- und Beobachtungsübungen für zu Hause
Gemeinsame und individuelle Reflexion über die Schwerpunktthemen der jeweiligen Woche
Für die Praxis zu Hause erhältst du ein Werkbook und Audioübungen mit geleiterten Meditationen

Wenn du mindestens an acht Kursabenden teilgenommen hast, erhältst du ein Teilnahmezertifikat.

Teilnahme:
Bitte melde dich per Email oder telefonisch zum Kura an.
Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Telefongespräch, bei dem wir offene Fragen besprechen können und du wichtige zusätzliche Informationen erhältst.

Themen der einzelnen kurstage:
1. Kuss Tag: Mit Achtsamkeit das Leben meistern
2. Kurstag: Wie unsere Wahrnehmung und unsere Bewertungen unser Leben bestimmen
3 Kurstag: Im Körper präsent sein
4. Kurstag: Stress verstehen
5. Kurstag: Kognitive stressbewältigung
6. Kurstag: Schwierigen Gefühlen und Gedanken mit Achtsamkeit begegnen
7. Kurstag: selbst-Mitgefühl vertiefen
8. Kurstag: Achtsame Kommunikation
9. Kurstag: Gut für sich sorgen
10. Kurstag: Die Praxis lebendig halten

Termine:
Der Termin für den nächsten achtsamkeitskurs wird rechtzeitig bekannt gegeben. Falls du Interesse hast am nächsten achtsamkeitskurs teilzunehmen kannst du dich gerne an mich wenden.

Kursleitung:
Lothar Linzen,
Sozialarbeiter bei der Berliner Aids-Hilfe
Langjährige Meditations- und Achtsamkeitspraxis, (Kontemplation und Zen, sowie MBSR-, MBCL- und MSC-Selbsterfahrung)
Seit 2021 Ausbildung zum Trainer für Achtsamkeit, Resilienz und Selbstmitgefühl am Deutschen Fachzentrum für Achtsamkeit in Oldenburg.

„Durch meine tägliche Achtsamkeitspraxis habe ich einen Weg gefunden, mir meiner Gedanken, Gefühle und Handlungen im gegenwärtigen Moment mehr und mehr bewusst zu werden. Für mich ist das Jetzt der einzige Augenblick im Leben, den ich unmittelbar beeinflussen kann. Das Leben besteht aber aus unzähligen JETZTen. Immer wieder im Jetzt habe ich also unzählige Möglichkeiten mein Leben zu gestalten.“

22/04/2023

Massage

Klassische Massage
Tiefenentspannung
Fußreflexzonenmassage
verschiedene Bindegewebstechniken
Holistic Pulsing

Im Laufe der Jahre, nach Ausbildung und Arbeit in vielen Ländern und Bereichen habe ich einen ganz persönlichen Massagestil entwickelt.

Dabei liegt mein Fokus einerseits auf der lindernden Behandlung von Schmerzpunkten, andererseits auf der Entspannung des gesamten Körpers.

Das Eingehen auf das Zusammenspiel von körperlichen und psychischen Reaktionen ist für mich essentiell, um einen nachhaltigen Erfolg der Massagesitzungen zu erzielen.

Für einen Tee danach und für ein vertrauensvolles Gespräch ist immer genug Zeit vorhanden.

Narrative Justice & and the (draft) Charter of Story-Telling Rights - The Dulwich Centre 13/03/2021

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=10216137596387717&id=1685029163&sfnsn=scwspmo

Narrative Justice & and the (draft) Charter of Story-Telling Rights - The Dulwich Centre Over the last few years, we have become increasingly interested in refusing to separate ‘healing and justice’. This has been particularly influenced by the perspectives of Palestinian narrative practitioners, such as Tadeo Silva abogados, Khader Rasras, and the work of counsellors and assistant ...

05/05/2019

Am 21 April habe ich an der 14 Konferenz für Narrative Praxis und Gemeinwesenarbeit in Moskau teilgenommen. Das Thema der Konferenz lautete: "Narrative Antworten auf schwierige Lebenssituationen".
Ich selbst habe auch einen Workshop zur Konferenz beigesteuert. Unter der Überschrift "Werte sind wichtiger als Techniken" haben wir gemeinsam darüber nachgedacht, wie die Werte und Ziele Narrative Praxis im nicht-therapeutischen Kontext - also z.B. in der Sozialen Arbeit genutzt werden können. Mit vielen neuen Anregungen und Ideen bin ich wieder nach Berlin zurückgekehrt.

achtsam kommunizieren 09/08/2018

Vor einem Monat habe ich einen Blog angefangen. Mal sehen ob ich auch dran bleibe :-)

achtsam kommunizieren

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