Staindl's
Handgemachte Delikatessen: Marmeladen, Fruchtaufstriche, Gelees, Chutneys, Liköre, Frucht-Essige, F Der Kreis der Abnehmer wurde immer größer.
Begonnen hat alles damit, dass mir eine Freundin eine Kiste herrlich duftende Marillen gab. Ich machte daraus Marmelade und meine Familie war begeistert. Jahrelang versorgte ich neben meiner Familie auch Freunde und Bekannte mit meinen immer ausgefalleneren Kreationen. Eines Tages bekam ich einen Anruf von einer Bekannten, die gerade eine Vinothek eröffnete. Sie wollte einige Dutzend Gläser meiner
Ich suche dringend 1-2 verlässliche Teilzeit-Verkaufsmitarbeiter/innen für mein Geschäft in der Salzburger Altstadt, und zwar Montag bis Freitag von 14:00 bis 18:00 Uhr. Auch jeweils nur 2 oder 3 Tage wäre möglich. Wenn Sie interessiert sind oder jemanden kennen, der eventuell Interesse hätte, bitte kontaktieren Sie mich unter [email protected]. Vielen Dank!
01/05/2023
Unglaubliche Skulptur des südafrikanischen Bildhauers DANIEL POPPER.... 😍
09/04/2023
Ratschläge für Senioren-Unternehmer 7/20: Vermarktung
Sie können das beste Produkt der Welt herstellen – wenn Sie sich keine Gedanken machen, wer es vielleicht haben möchte und wie Sie ihre Zielgruppe erreichen könnten, werden Sie keinen Erfolg haben. Marketing ist, gerade für kleine Manufakturen, überlebenswichtig.
Ich habe das erst mühsam lernen müssen. Mir war zwar immer schon klar, daß meine Marmeladen und Chutneys nur einen kleinen Kreis von Genießern ansprechen können – aber ich hatte lange Zeit keine richtige Vorstellung davon wie ich diese potentiellen Kunden auf mein Produkt aufmerksam machen könnte.
Am Anfang habe ich mich einfach mit einem kleinen Stand auf den Ostermarkt im Sternbräu in Salzburg gestellt und auf Kunden gehofft. Es war, gelinde gesagt, sehr mühsam. Ich mußte jedem Kunden einzeln erklären, was das Besondere an meinen Marmeladen war und warum sie teurer sind als die im Supermarkt. Allerdings – im Laufe des Marktes kamen einige der Zufallskunden zurück und kauften nach. Da wurde mir klar, das Stammkunden eine ganz wichtige Stütze für meine Manufaktur werden würden.
Ich bin mir sicher, daß selbst heute noch – fast 12 Jahre später – ein großer Teil meiner Kunden Stammkunden sind, oder mich durch persönliche Empfehlung von Stammkunden gefunden haben. Inzwischen haben wir natürlich viele andere Methoden ausprobiert, um auf Staindl's aufmerksam zu machen: Mein Mann hat eine Broschüre gemacht die alle Marmeladen und Chutneys auflistet; wir haben einen Online-Shop (https://buff.ly/3IQzeW9) und ich schicke hin-und-wieder einen Newsletter aus. Ich habe sogar Anzeigen bei Google geschaltet. Meine beiden Ladengeschäfte haben auch "Laufkundschaft" angezogen – in Salzburg vor allem Touristen. Einige davon sind treue Stammkunden geworden.
Wenn Sie selbst eine kleine Manufaktur haben, kann ich Ihnen nur raten mindestens 20% ihrer Arbeitszeit auf Marketing zu verwenden. Die Vorstellung, daß ein gutes Produkt automatisch seinen Käufer findet, ist eine Illusion.
08/04/2023
Ratschläge für Senioren-Unternehmer 6/20: Markenschutz: Die Marke Staindl's
Vielleicht werden Sie sich fragen, warum ich meinem Marmeladen-Manufaktur den Namen "Staindl's" gegeben habe – obwohl ich (durch meine Heirat) eigentlich einen anderen Nachnamen führe. Staindl war der Name meiner Mutter (und natürlich mein Mädchenname). Für mich ist es Reminiszenz und Andenken an eine Frau, die nach dem sehr frühen Tod ihres Mannes vier Kinder alleine großgezogen hat. Ich habe von ihr nicht nur gelernt wie man Marmelade kocht, sondern vor allem, daß man mit Disziplin, Ausdauer und Fleiß auch schwierigste Herausforderungen meistern kann. Ohne ihr Vorbild hätte ich nicht den langen Atem gehabt meine kleine Manufaktur – noch dazu im bereits höheren Alter – aufzubauen.
Übrigens: Wenn Sie selbst einen kleinen Manufaktur-Betrieb gründen wollen, lassen Sie sich für ihr Produkt gleich zu Beginn einen Markennamen gesetzlich schützen. Das ist weniger kompliziert als viele glauben. Wenn Ihr Produkt einschlägt haben Sie damit sofort einen richtigen Werbeträger, den Ihnen niemand "wegnehmen" kann. Details über den Schutz des Marken-Namens finden Sie hier: https://buff.ly/40HKcVL
07/04/2023
Ratschläge für Senioren-Unternehmer 5/20: Manufaktur-Produktion
Es gibt viele verschiedene Arten von kleinen Unternehmen – Handwerker, Friseure, Gaststätten, Steuerberater, Heilpraktiker, Käsereien und viele andere mehr. Ich kann nur über eine Art von Kleinbetrieb sprechen: Kleine Manufakturen, die ihr eigenes Produkt herstellen und selbst an Endkunden in einem Ladengeschäft verkaufen.
Für mich war es von Anfang an klar, daß ich Marmeladen, Gelees, Chutneys, Öle, Essige, Liköre und Müsli herstellen wollte, und zwar in traditioneller Handarbeit. Es hat mir immer schon Freude gemacht Früchte und Beeren einzukochen und so haltbar zu machen.
Diese Art von Manufakturproduktion ist etwas grundsätzlich anderes als eine industrielle Marmeladenherstellung. Typischerweise ist man mit seinem Produkt über den ganzen Entstehungsprozess verbunden: von der Auswahl, Beschaffung und Vorbereitung der Früchte, über das eigentliche Kochen der Marmelade, bis hin zur Verpackung und Verkauf an Kunden. Für mich ist es eine tiefe Befriedigung, wenn ich sehe, wie aus einer großen Kiste sorgfältig ausgewählter Amalfi-Zitronen über einige Tage hinweg ein paar hundert Gläser hübsch verpackte Zitronen-Marmelade entstehen, die sich ein Kunde in meinem Geschäft dann als Geschenk verpacken läßt.
Manchmal pflücke ich oder mein Mann die Früchte sogar selbst - wie z.B. Kirschen aus unserem eigenen Garten oder die herrlichen Mieze Schindler Erdbeeren, die ein Bauer in der Nähe speziell für uns anbaut. In einer Manufaktur ist man also nicht nur ein kleines Rädchen in einem völlig unüberschaubaren Produktionsprozess, sondern man gestaltet und kontrolliert alle Schritte.
06/04/2023
Ratschläge für Senioren-Unternehmer 4/20: Unterstützung durch die Familie
Wer immer einen (kleinen) Betrieb aufbauen möchte sollte sich der Unterstützung durch die eigene Familie sicher sein. Man darf eine Betriebsgründung nicht mit einem "normalen" Job verwechseln. Gerade am Anfang sind 50-Stunden Arbeitswochen keine Ausnahme. Da muß die Familie schon mitziehen. Auch Feiertage fallen für einen Unternehmensgründer oft "ins Wasser". Ich habe zum Beispiel viele Jahre meine Marmeladen auf dem Oster- und Weihnachtsmarkt in Schönbrunn verkauft. Ich konnte deshalb das Oster- und Weihnachsfest in dieser Zeit nur sehr eingeschränkt mit meiner Familie feiern. Mein Mann hat auf den Märkten regelmäßig mitgeholfen – ebenso wie meine Tochter. Gerade wenn andere feiern oder Urlaub machen, sind viele kleine Unternehmer besonders eingespannt. Fast jeder geht z.B. gerne am Samstag einkaufen – als Geschäftsinhaber aber steht man oft gerade dann im Geschäft und verkauft oder liefert Ware.
05/04/2023
Ratschläge für Senioren-Unternehmer 3/20
Wenn Sie selbst irgendwelche herstellen oder anbieten möchten (z.B. Töpferwaren, Kleidung, Schokolade, Torten, Nahrungsmittel, Fußpflege) müssen Sie sich zunächst erkundigen um welche Art von es sich handelt (gebunden oder frei) und welche Voraussetzungen Sie mitbringen müssen.
Für viele Gewerbe benötigt man in Österreich eine mehrjährige Ausbildung und einen . Das ist an sich sinnvoll, um Kunden vor Schäden durch fehlerhafte Produkte oder unsachgemäße Dienstleistungen zu schützen. Leider gibt es aber auch sehr viele gewerbliche Tätigkeiten, die eigentlich jeder schnell erlernen könnte, aber nicht ausführen darf, weil er oder sie nicht die nötige formale mit sich bringt. Das betrifft besonders ältere , die nicht mehr so einfach in eine Lehre gehen können. Jedenfalls werden diese Fragen spätestens bei der Gewerbeanmeldung geklärt.
In meinem Fall darf ich (ohne Lehre als Koch oder Konditor) zwar und herstellen - aber z.B. nicht oder . Mein Rat wäre: Erkundigen Sie sich auf jeden Fall bei der WKO oder beim zuständigen Gewerbeamt. Oft gibt es "versteckte" Ausnahmen, die es Ihnen doch erlauben Ihr zu gründen.
04/04/2023
Ratschläge für Senioren-Unternehmer 2/20
Ein kleines Unternehmen, wie z.B. einen Gewerbebetrieb, beginnt man nach meiner Erfahrung am Besten als . Später, wenn das floriert, kann man es immer noch in eine oder andere Unternehmensform umwandeln.
Als Einzelunternehmer ist man allerdings für ALLES verantwortlich - für die ordnungsgemäße genauso wie für die korrekte Anmeldung von Mitarbeitern, die gesetzeskonforme oder die rechtzeitige . Und natürlich für die des Betriebes.
Das ist zunächst eine riesige Herausforderung - gerade wenn man schon etwas älter ist. Aber der große Vorteil besteht darin, daß man alle Aspekte eines kleinen Unternehmens wirklich kennenlernt. Nur dann kann man später einzelne Arbeiten auch vernünftig an Mitarbeiter delegieren. Wer glaubt, er muß nur eine Idee haben und sucht sich dann Mitarbeiter, die die eigentliche Arbeit machen, ist meines Erachtens auf dem Holzweg.
Bild von Dtuk - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://buff.ly/3zity2V
03/04/2023
Ratschläge für Senioren-Unternehmer 1/20
Nachdem ich immer wieder gefragt werde, wie es mir gelingt meine kleine Marmeladen-Manufaktur trotz aller Herausforderungen (Corona, Explosion der Energiekosten, Mietsteigerungen, etc.) am Leben zu erhalten möchte ich heute eine Serie von Posts starten, in denen ich über einige meiner Erfahrungen als Senioren-Unternehmerin berichten und Ratschläge für Nachahmer zusammenstellen werde.
Das Wichtigste gleich zu Anfang: Fangen Sie einfach an! Am besten sofort.
Wenn Sie wirklichen Unternehmergeist haben, wissen Sie längst was Sie eigentlich gerne tun möchten. Sie müssen sich nur trauen. Ein (freies) Gewerbe anzumelden geht hier in Österreich viel einfacher als viele glauben! Bei mir hat es keine 20 Minuten gedauert. Mit der Anmeldung sind Sie Einzelunternehmer, können eine UID-Nummer beantragen, zahlen einen (relativ moderaten) Kammerbeitrag, sind sozialversichert und können sofort loslegen.
Informationen: WKO (https://buff.ly/3lThiTr. )
03/04/2023
Straßenkunst, die auf dich zurückblickt
02/04/2023
Ich werde oft gefragt: warum tun Sie sich das in Ihrem Alter noch an? Es stimmt: Ich bin inzwischen 74 Jahre alt. Als ich mit Staindl's Marmeladen anfing war ich - nach einem langen Arbeitsleben - kurz vor meiner Pension. Seither hab ich nicht nur eine kleine Marmeladen-Manufaktur aufgebaut, sondern auch zwei Ladengeschäfte eröffnet, eingerichtet und mit sehr lieben Mitarbeitern betrieben. Leider mußte ich mein Geschäft in Wien kürzlich schließen, weil die Miete "durch die Decke" ging. Aber dafür kann ich mich mehr um meinen Webshop (https://buff.ly/3IQzeW9) kümmern. Inzwischen habe ich genug treue Stammkunden, die wissen, daß sie in meinem Online-Shop genauso zuverlässig bedient werden wie in meinem Geschäft in Salzburg.
Warum tue ich mir das also an? Weil es mir unglaublichen Spaß macht - nicht nur das Suchen und Beschaffen besonderer Früchte, das Kochen der Marmelade oder die Herausforderungen im Verkauf. Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man auch im fortgeschrittenen Alter noch aus eigener Kraft eine kleine Firma betreiben kann. Ich kann es nur jedem raten: Trauen Sie sich! Ein eigene Firma ist sehr viel Arbeit, aber auch eine unglaubliche Befriedigung; und sie hält einen jung.
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